So wie viele junge Männer seiner Generation kommt Paul Bäumer zu Beginn des 1. Weltkriegs direkt von der Schulbank an die Front. Die Werte und Vorstellungen vom Krieg, die ihnen zuhause beigebracht wurden zählen dort nicht mehr. Jetzt sind nur mehr Kameradschaft und das Überleben wichtig. Während die Nahrung immer knapper wird und immer mehr Menschen sterben, stumpfen Bäumer und seine Freunde mehr und mehr ab und verlieren den Bezug zum normalen Leben. Beim Heimaturlaub bemerkt Paul, dass die Verbindung zu seiner Familie nur mehr sehr schwach ist. An der Front fühlt er sich zugehöriger, jetzt sind seine Kameraden für ihn wie eine Familie.

Als er verletzt wird und in ein Krankenhaus kommt sieht er die unglaublichsten und brutalsten Verletzungen. Er selbst behält keine Schäden und wird wieder eingezogen, wo er letztendlich dann doch fällt.

 

Erich Maria Remarque beschreibt den Alltag an der Front sehr detailreich, sodass man einen sehr guten Eindruck vom Leben dort bekommt, auch wenn man selbst nie einen Krieg miterlebt hat. Ich persönlich mag Kriegsgeschichten nicht sonderlich, dieses Buch hat allerdings sogar mir gefallen. Der einfache Schreibstil ist ebenfalls angenehm und macht es leichter sich die unvorstellbaren Szenen auszumalen.

 

„Im Westen nichts Neues“ würde ich jedem empfehlen, der schon mit dem Thema Krieg umgehen kann. Mit vierzehn oder fünfzehn Jahren sollte man reif genug für dieses Werk sein.

 

 

Titel: ★★★☆☆☆

Inhalt: ★★★★★☆

Cover: ★★★☆☆☆

Preis: ★★★★★☆

Gesamtbewertung: ★★★★☆☆